Join thousands of book lovers
Sign up to our newsletter and receive discounts and inspiration for your next reading experience.
By signing up, you agree to our Privacy Policy.You can, at any time, unsubscribe from our newsletters.
Auf der Brunnenburg bei Meran treffen seit einigen Jahren Erzählforscher aus ganz Europa zu Arbeitsgesprächen in kleinem Rahmen zusammen. Der Band präsentiert eine Auswahl der in den Jahren 1988 bis 1990 vorgetragenen Referate. Die Themen reichen zeitlich vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Neben theoretischen Problemen der Sagenforschung werden anhand unterschiedlicher Materialien verstärkt neuere, kontextorientierte Interpretationsansätze diskutiert. Während der erste Teil der Beiträge sich mit den Beziehungen von Geschichte und Erzählkultur auseinandersetzt, gehen die Arbeiten des zweiten Teiles den Fragen der Weltsicht der Erzähler und des sich in den Erzählungen manifestierenden Weltbildes nach.
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erregte das noch unabhängige Sultanat Marokko die Aufmerksamkeit der kolonialinteressierten Kreise in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit Westeuropas. Parallel dazu begannen sich die westeuropäischen Juden für ihre Glaubensgenossen im Sherifenreich Marokko zu interessieren. Dieses Interesse spiegelte sich wider in der neugeschaffenen jüdischen Presse in Europa. In der vorliegenden Arbeit werden fünf große jüdische Zeitungen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien untersucht, die im Verlauf von mehr als fünf Jahrzehnten kontinuierlich und engagiert über Marokko und die marokkanischen Juden berichteten.
Die Arthurian Poems von Charles Williams (1886-1945), welche die Zyklen Taliessin through Logres und The Region of the Summer Stars umfassen, gelten als eine der größten, aber auch schwierigsten englischen Dichtungen des 20. Jahrhunderts, vergleichbar mit The Waste Land, The Cantos und The Anathemata. T.S. Eliot, W.H. Auden und David Jones bewunderten Williams' Meisterwerk, das hier erstmals ins Deutsche übersetzt und gründlich kommentiert wird. Eine Konkordanz, die für sämtliche Personen, Orte, Sachen und Begriffe die Stellen in den Arthurian Poems nachweist, hilft, die vielfältigen Bezüge und Anspielungen zu erkennen.
Der Band basiert auf Referaten, die in den Sektionen Linguistik im DaF-Unterricht und Phonetik im DaF-Unterricht auf der 8. Tagung der Gesellschaft zur Sprache und Sprachen 28.-30.3.1999 an der Universität München gehalten wurden. Die Beiträge decken eine breite Palette an Themen ab, die für die linguistischen Aspekte des Faches Deutsch an ausländischen Universitäten relevant sind: Stellenwert der Linguistik im Fremdsprachenunterricht, insbesondere im ausländischen DaF-Unterricht, Vorschläge zur didaktischen Aufbereitung spezifischer grammatischer Themen im Deutschen, Kontrastivität, Neuorientierung der didaktischen Phonetik/Phonologie.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Opfervertrauens auf die Strafzumessungsschuld des Täters. Da zahlreiche Strafzumessungstatsachen wie das Opferverhalten im Licht der verschiedenen Strafzwecke unterschiedliche Bedeutung gewinnen können, entwickelt die Verfasserin allgemeine Grundsätze für die Bewertungsrichtung des Opferverhaltens. Bezogen auf den Sonderfall des Opfervertrauens werden typische Konstellationen in Fallgruppen zusammengeführt und die Bewertungsrichtung mit dem Ergebnis herausgearbeitet, daß Strafschärfung unter dem Gesichtspunkt einer garantenähnlichen Stellung in Fällen des sog. besonderen Vertrauensschutzes, Strafmilderung in Grenzfällen zu bewußter Selbstgefährdung eintritt. In keiner Hinsicht strafzumessungsrelevant ist dagegen das Vorliegen eines sog. Mußvertrauens.
Samuel Beckett gehört in Europa zu den meistdiskutierten Autoren des 20. Jahrhunderts, sein Godot gilt als Klassiker der Moderne und die Literatur über Autor, Werk und Wirkung ist inzwischen nahezu unüberschaubar geworden. Nichtsdestoweniger ist die Rezeption von Beckett in der DDR bislang vernachlässigt worden. Die Arbeit schickt sich an, diese Lücke zu schließen, wobei sie in jeweils eigenstwobei sie in jeweils eigenständigen Kapiteln die kulturpolitische Auseinandersetzung mit Beckett, seine Wirkung auf Künstler (u.a. Bertolt Brecht, Heiner Müller, Volker Braun) sowie die Aneignung des Theaters zu beschreiben sucht. Denn obgleich der erste Text Becketts in der DDR nicht vor 1979 verlegt, eine erste öffentliche Inszenierung sogar bis 1986 aufgeschoben wurde, zeigt sich, daß seine Kunst innerhalb der ästhetischen Debatten in der DDR und auch innerhalb der künstlerischen Selbstverständigungsprozesse eine wichtige Stellung einnahm.
Ist unser Schicksal vorbestimmt? Gibt es Götter? Kümmern sie sich um uns? Dies sind die Fragestellungen, mit denen sich Lukian in seiner Satire Juppiter confutatus beschäftigt. Darin unterzieht er die platonisch-stoische Vorsehungs- und Schicksalslehre einer beißenden kynischen Kritik. Die Arbeit zeichnet in der Form einer fortlaufenden Kommentierung den Gedankengang der Satire nach und schenkt ihre Aufmerksamkeit besonders der philosophischen Argumentation, indem sie den begriffs- und philosophiegeschichtlichen Bezugsrahmen der einzelnen Argumente näher beleuchtet.
Von Stresemann zu Hitler, von den «goldenen Jahren» der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus: Der englische Botschafter Sir Horace Rumbold war von 1928 bis 1933 Beobachter einer dramatischen Phase deutscher Politik. Die Untersuchung über die Tätigkeit Rumbolds in Berlin wirft darauf ein neues Licht. Die Forschungsergebnisse belegen Stresemanns verzweifeltes Bemühen um Verständnis für deutschen Revisionismus. Sie legen die englische Politik gegenüber Stresemann offen, erfordern eine Neubewertung Brünings und sind zugleich Chronik einer Republik im Untergang. Rumbolds Bild über die NS-Diktatur blieb zwiespältig: Der Autor zeigt auf, daß sich auch die britischen Politiker der 30er Jahre in ihrem «Appeasement» auf das berufen konnten, was ihr Botschafter in Deutschland 1933 nach London berichtete.
Der Europäische Rat entscheidet 1998, welche Länder an der 1999 beginnenden Währungsunion teilnehmen werden. Sechs Jahre nach der Unterzeichnung der Maastricht-Verträge steht dem Konvergenzfortschritt bei der Preis- und Zinsentwicklung eine unzureichende Konvergenz bei der Finanzlage der öffentlichen Haushalte entgegen. Die Eingangsvoraussetzungen werden zu einer unüberwindbaren Hürde auf dem Weg zur Eurowährung, wenn der fehlende Konvergenzerfolg darauf zurückzuführen ist, daß die vier Kriterien nicht gleichzeitig erfüllbar sind. Die Arbeit liefert die ökonomische Begründung dafür, warum ein Mitgliedstaat der EU, mit dem Hinweis auf die mit dem verfügbaren wirtschaftspolitischen Instrumentarium nicht lösbaren Konsistenzprobleme der Maastricht-Kriterien, seine Teilnahme an der Einheitswährung in Europa einfordern könnte.
Die Beleidigungsdogmatik wird seit langem von einer kaum noch überschaubaren Vielzahl nahezu beliebiger Theorien geprägt, die auf die grundlegenden Fragen nach Rechtsgut, Strafzweck, tatbestandsmäßigem Verhalten und passiver Beleidigungsfähigkeit nahezu beliebige Antworten liefern. In dieser Studie erfolgen die Konkretisierungen des unbestimmten Beleidigungstatbestands auf der Grundlage eines rechtsphilosophisch, rechtstheoretisch und sozialwissenschaftlich begründeten anerkennungstheoretischen Rechtsgutsbegriffs und einer zeitgemäßen Strafzweckkonzeption, die sich zugleich als Gegenmodell zu der herrschenden Theorie der sogenannten «positiven Generalprävention» versteht.
Die Asylrechtsproblematik hat eine europäische Dimension gewonnen. Das Zeitalter nach Schengen und Maastricht ist von den Bemühungen der EU-Mitgliedsstaaten um eine Harmonisierung des Asylrechts gezeichnet. In diesem Kontext erscheint auch die nationale Dimension der Asylfrage in einem anderen Licht. Die Schaffung des Art. 16a GG und der darin enthaltenen Drittstaatenregelung rühren in erster Linie aus der vermeintlichen Unvereinbarkeit des bis 1993 geltenden Asylrechts mit dem der übrigen Vertragsstaaten, da kein anderer Staat eine ähnlich umfassende Asylgewährleistung kenne. Dabei wurde aber häufig übersehen, daß auch andere Länder wie z.B. Italien Flüchtlingen verfassungsrechtlich verankerte Individualrechte auf Asyl einräumen. Hieran anknüpfend sollte diese Untersuchung einen Blick auf die tatsächliche Sicherheit des verfassungsunmittelbaren Drittstaates Italien und die sich hieraus ergebenden rechtlichen Folgerungen werfen. Von Interesse ist der Vergleich mit dem Asylrecht Italiens aber auch im Hinblick darauf, ob die mit der Änderung des Grundgesetzes nach außen getretene tendenzielle Restriktion des Asylverständnisses nach Schengen auch für Italien konstatiert werden kann.
Sign up to our newsletter and receive discounts and inspiration for your next reading experience.
By signing up, you agree to our Privacy Policy.