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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte der kubanische Dichter und Revolutionär José Martí (1853-1895) vor dem Hintergrund unermüdlicher (und nicht immer freiwilliger) Reisebewegungen ein profundes Verständnis der welthistorischen Bedingungen seiner Zeit, die ihn zum großen Denker der Globalisierung werden ließen. Auf der Grundlage des ersten Teiles dieser Monographie zur Geschichte seiner Rezeption (José Martí. Teil I: Apostel - Dichter - Revolutionär. Eine Geschichte seiner Rezeption, 1991) entfaltet dieser zweite und abschließende Teil ein Verständnis jener spezifischen Bedingungen, die es erlaubten, dass José Martí wie kein zweiter Philosoph oder Schriftsteller seiner Zeit mit den Mitteln der Literatur die dritte Phase beschleunigter Globalisierung entschlüsselte. Es war dies die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts angesiedelte Phase, in deren Verlauf die Vereinigten Staaten von Amerika zum Global Player aufstiegen und zu einer unmittelbaren Gefahr für die Insel Kuba wurden, für deren politische Unabhängigkeit von Spanien sich der kubanische Essayist ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben einsetzte. Martí betrachtete diese Entwicklungen gleichsam von innen aus einer mobilen New Yorker Perspektive und konzipierte zugleich ein neues Zukunftsbild der Moderne, das Kuba, Lateinamerika und die USA in weltumspannenden Zusammenhängen sah. Die beiden Teile dieser Martí-Monographie sollen ein lebendiges Bild dieses ungeheuer agilen und weitsichtigen Dichters des hispanoamerikanischen Modernismo entwerfen, das die gängigen Muster und Positionen der Marti-Forschung überschreitet. Teil I ist 1991 als Band 10 der Mimesis-Reihe erschienen: https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110960877/html Das Buch erscheint pünktlich zum Geburtstag von José Martí.
Nicht erst im Zuge der CoVid19-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitswirklichkeit vieler Menschen wird in der Öffentlichkeit die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens diskutiert. Begründungen sind vielfältig und reichen von Ideen zur Armutsprävention über Entwürfe eines guten Lebens und feministische Gesellschaftskritiken bis zu wirtschaftsliberalen Verweisen auf die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt. Ebenso pointiert ist die Kritik, die vor der Unmöglichkeit der Finanzierbarkeit oder - gerade auch aus Sicht theologischer Sozialethik - vor dem Ende des Wohlfahrtsstaats warnt. Ist das bedingungslose Grundeinkommen also problematische Utopie, sozialpolitisch begründbares Instrument oder sogar moralisch begrüßenswerte Forderung? Interdisziplinäre Beiträge diskutieren im Gespräch mit der theologischen Sozialethik Konzepte, Chancen und Grenzen der Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens.
Worüber wir reden, wenn wir von Figuren reden, ist eine komplexe Fragestellung, die unterschiedliche Disziplinen berührt. Mit Erich Auerbachs figura/Mimesis-Projekt wurde die interdiszplinäre Forschung dieses Begriffs initiiert. Ob Literatur-, Bild- oder Wissensgeschichte - die Präsenz und Aktualität von figura in der romanistischen und komparatistischen Forschung bezeugt ein anhaltendes Interesse an der Theoriearbeit zwischen Theologie, Philosophie, Literatur- und Kunstwissenschaft. Allerdings fehlt bislang eine grundlegende methodologische Reflexion, die die interdisziplinären Aspekte gleichrangig berücksichtigt und zu einer gemeinsamen Arbeit am Begriff vereinigt. Dieses Versäumnis zu beheben, ist Aufgabe der vorliegenden Arbeit. Ausgehend von Erich Auerbach, Walter Benjamin und Hannah Arendt verfolgt die Monographie in vergleichenden Konstellationen von der Antike bis in die Moderne die literatur- und kunsthistorischen, theologischen und philosophischen Spuren von figura, die zu einer Methode der literaturphilosophischen Figuralogie ausgebaut werden. Ecce figura versteht sich als ein Kompendium interdisziplinärer Begriffsgeschichte zwischen Literatur, Philosophie und Theologie, das dazu einlädt, in neuen Konstellationen gelesen und erweitert zu werden.
Günter Grass wird in der Forschung und Öffentlichkeit primär als Schriftsteller wahrgenommen. Er war aber auch ein einflussreicher politischer Akteur. Sein politisches Engagement beschränkte sich nicht auf die Ära Brandt, sondern bestimmte auch die Berliner Republik. Mit seiner kommunikativen Macht prägte er als Intellektueller öffentliche Diskurse und beriet Spitzenpolitiker, wie unveröffentlichte Quellen und Hintergrundgespräche belegen.
Wie erleben Brasilianer:innen in Deutschland den Integrationsprozess? Dieser Frage wird mit einer Methode auf den Grund gegangen, die Gespräche multimodal ¿ also unter Einbezug der Gesten ¿ analysiert und mit dem sozialen Kontext in Verbindung setzt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse geben spannende Einblicke in die Situation dieser in der Forschung bisher wenig beachteten Gruppe und zeigen auf, wie Integration gelingen kann.
Das Fallbuch behandelt in 57 Fällen die praxisrelevantesten Sachverhalte im Asylrecht und ihre juristische Lösung. Unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung, Behördenpraxis und Gesetzgebung hat ein Team von Nachwuchswissenschaftlern/-innen, Praktikern/-innen und Mitgliedern der Refugee Law Clinics (RLCs) hierfür praktische Fallübungen sowohl aus gerichtlicher als auch aus beratender Perspektive zusammengestellt und mit weiterführendem Wissen verbunden. Es richtet sich an Beratende der RLCs und anderer Beratungsstellen, an Jurastudierende sowie an Rechtsreferendare/-innen. Die Fälle führen chronologisch durch das Asylverfahren, behandeln Folgefragen bei Schutzzuerkennung oder Asylantragsablehnung sowie den Rechtsschutz und thematisieren sozialrechtliche und aufenthaltsrechtliche Bezüge. Alle Fälle lassen sich auf einer digitalen Plattform kommentieren. Als Initiative für offene Rechtswissenschaft (OpenRewi) sehen wir unsere Texte als Vorschlag - die Leser/-innen sind Teil der Diskussion.
Werkverzeichnis, auch OEuvrekatalog oder Catalogue raisonné genannt, gilt als grundlegendes Nachschlagewerk für Museen, Sammlerinnen und Sammler und die kunsthistorische Forschung. Auch für den Kunstmarkt ist es als Instrument der Authentifizierung und Nobilitierung unverzichtbar. Doch welche Anforderungen sollten Werkverzeichnisse heutzutage erfüllen? Inwiefern können digitale Anwendungen und multidisziplinäre Ansätze einen Mehrwert bieten? Welche Rolle kommt Werkverzeichnissen bei der Echtheitsbestimmung oder im Bereich der Provenienzforschung zu? Und welche Verantwortung tragen Autorinnen und Autoren eigentlich für die Richtigkeit ihrer Angaben? Rund 30 Beiträge beleuchten das Genre anhand zahlreicher Fallbeispiele mit Blick auf seine Vergangenheit und Zukunft, auf Theorie und Praxis. Erstes Handbuch zu Theorie und Praxis des Werkverzeichnisses
Die Schwanritter-Geschichte fasziniert nicht nur durch die Anderweltlichkeit und das Frageverbot, sondern auch durch ihre Titelfigur als ,Undine in Rittergestalt¿. Die Studie behandelt die Überlieferung und die Transformation des Stoffes in der deutschen Literatur vor 1500, nimmt auf die Quellen der deutschen Werkreihe in der französischen und lateinischen Literatur Bezug, und widmet dem Lohengrin Richard Wagners ein interdisziplinäres Kapitel.
Depression wird derzeitig im medizinischen, soziologischen und feuilletonistischen Diskurs als dominante psychische Krankheit moderner Gesellschaften gehandelt. Der Band nimmt aus literaturwissenschaftlicher Perspektive Erzähltexte vom frühen 20. Jahrhundert und der Gegenwartsliteratur in den Blick und untersucht Motive und literarische Verfahren des Depressiven, depressive Figuren und einschlägige Inszenierungen der Autor/-innen.
Der Leipziger Kommentar setzt auch in der 13. Auflage die Maßstäbe für die Wissenschaft zum materiellen Strafrecht. In 20 Bänden beleuchtet das hochkarätige Autorenteam das Strafgesetzbuch sowie das Völkerstrafgesetzbuch in allen Facetten und mit bemerkenswerter Tiefe; dabei bleibt keine Frage unbeantwortet. Von der Entstehungsgeschichte über Reformfragen, bis hin zu rechtsvergleichenden Darstellungen sowie unter Einschluss verwandter Rechtsgebiete wie der Kriminologie und des Völkerstrafrechts findet der Benutzer eine erschöpfende Darstellung und wissenschaftliche Aufbereitung der gesamten Materie. Der Großkommentar gibt den gegenwärtigen Erkenntnisstand in Rechtsprechung und Literatur vollständig wieder und bietet Hilfe zur Lösung auch entlegener Probleme. Der Band 20 enthält die Kommentierung des Völkerstrafgesetzbuchs.
Der Band präsentiert eine korpusbasierte, kognitionslinguistisch informierte, kritische Diskursanalyse zur sprachlichen Konstruktion von sozialen Großeinheiten wie Kollektiven und Eigen-Gruppen. Insbesondere die Rolle ,des Westens' im sogenannten ,Kampf der Kulturen' in deutschsprachigen Printmedien wird detailliert herausgearbeitet. Präzise analysiert wird der vielfältige Gebrauch des Personalpronomens ,Wir'. Die Datengrundlage der - qualitative und quantitative Zugänge verbindenden - repräsentativen Untersuchung bilden mehr als 100.000 Pressetexte deutschsprachiger Zeitschriften und Zeitungen, die in einem Zeitraum von 1993 bis 2019 erschienen sind. Mit ihrem interdisziplinären Zugriff richtet sich die Untersuchung nicht nur an ein linguistisches Fachpublikum, sondern an alle, die in sozialwissenschaftlicher und philosophischer Perspektive an dem komplexen Zusammenhang von Sprache und sozialen Konstruktionen, Diskurs und Identität, Medien und Kollektivität interessiert sind. Die Untersuchung liefert hierzu hochrelevante, korpuslinguistisch fundierte neue Forschungsergebnisse und innovative Terminologien.
Das Horváth-Handbuch ermöglicht einen ersten oder vertiefenden Einstieg in Leben, Werk und Wirken Ödön von Horváths. Dabei werden zunächst biographische und editionsphilologische Konstellationen geklärt, dann die unterschiedlichen Werkgruppen einer genauen Darstellung unterzogen. Ein besonderer Fokus gilt den Spezifika der Horváthschen Poetik. Der Band schließt mit einem Blick auf die Rezeption Horváths und einem Personen- und Werkregister.
Die Studie befasst sich mit dem Zusammenhang von Sinneswahrnehmung und Exotismus in der deutschsprachigen, französischen und britischen Literatur vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Sie geht von der These aus, dass sich der Exotismus als ein westeuropäischer Diskurs beschreiben lässt, der tatsächlichen oder imaginierten Elementen einer fremden, zumeist außereuropäischen Region eine außergewöhnliche sinnliche Dimension verleiht. Dabei erscheint das Exotische in eskapistisch-zivilisationsmüden Phantasien als etwas Befreiendes; als etwas, das die Rehabilitation der im Zuge der zunehmenden abendländischen Modernisierungsprozesse verkümmerten Sinne verspricht.Obgleich sich die Forschung bereits eingehend mit dem Exotismus befasst hat, liegen bislang keine Studien vor, die sich seiner dezidiert sensorischen Dimension widmen. Dieses Desiderat wird die Studie füllen, indem sie - der poetischen wie referentiellen Funktion eines Textes gleichermaßen gerecht werdend - sowohl die dezidiert literarischen Verfahrensweisen untersucht, welche die ausgewählten Texte im Umgang mit der sensorischen Dimension des Exotismus entwickeln, als auch die Involviertheit von Texten in breitere kulturelle Kontexte berücksichtigt. Damit beschreitet die Studie einen neuen Weg der Exotismusforschung und leistet einen innovativen Beitrag zu Debatten um Interkulturalität und (Post-)Kolonialismus.
Mit der Befreiung der Stadt stand die Jüdische Gemeinde von Rom 1944 vor gewaltigen Herausforderungen. Sollte sie nach der Verfolgung durch den italienischen Faschismus und den Deportationen unter deutscher Besatzung vorrangig an die Situation vor der Einführung der Rassengesetzgebung im Jahr 1938 anzuknüpfen? Oder führte die Erfahrung der Shoah zu einem radikalen Bruch mit der Vergangenheit und damit zu einem originären Neuanfang? Wie stark der Pol der Kontinuität überwiegt, zeigt sich entlang dreier zentraler Dimensionen jüdischer Identität: der Haltung der Gemeinde zum Zionismus und zum entstehenden Staat Israel; dem Verhältnis zur italienischen Nation und ihren wirkmächtigen nationalen Mythen; und der sich herausbildenden Erinnerungskultur angesichts der Deportierten. Im Fokus dieser Studie steht die Binnensicht der Hauptstadtgemeinde, wie sie in den Zeugnissen ihrer Persönlichkeiten und Gremien zum Ausdruck kommt. Möglich wurde dieser Einblick durch die umfangreiche Auswertung von bisher unveröffentlichtem Quellenmaterial. Damit leistet diese Studie einen Beitrag zum Verständnis der ältesten und traditionsreichsten jüdischen Gemeinde Italiens in einer Schlüsselphase der jüdisch-europäischen Geschichte nach der Shoah.
In ihrer "prototypischen" Erscheinungsform sind sowohl der Brief als auch das Epigramm gekennzeichnet durch Kürze und Beschränkung auf das Wesentliche. Aus antiker Perspektive rangieren beide Textsorten zudem am unteren Ende der Gattungshierarchie. Doch im Laufe der Zeit etablieren sich Brief und Epigramm als "ernstzunehmende", konkurrenzfähige Formen und bieten sich geradezu für literarische Experimente und Innovationen an. Sie wachsen überdies nicht selten über ihren ursprünglichen Status als "einfache" oder "kleine" Textsorten hinaus und sprengen damit konventionelle Erwartungen. Dieser Band untersucht die Bezüge und Wechselwirkungen zwischen Brief und Epigramm in Antike und Mittelalter. Dieser breite zeitliche Rahmen ermöglicht es, Konstanten und Divergenzen über diverse Epochen und literarische Räume hinweg zu analysieren. Die einzelnen Beiträge nehmen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Textsorten in den Blick und überprüfen zudem, wie sie sich wechselseitig durchdringen und damit eine Durchmischung bis hin zu einer Kreuzung der Gattungen produzieren: Ein Brief kann epigrammatische Momente aufweisen oder sogar durch seine Pointierung insgesamt wie ein Epigramm wirken, ein Epigramm kann in Briefform abgefasst sein, Epigramme können in Briefe eingebettet sein usw.
With more than two thousand languages spread over its territory, multilingualism is a common reality in Africa. The main official languages of most African countries are Indo-European, in many instances Romance. As they were primarily brought to Africa in the era of colonization, the areas discussed in this volume are thirty-five states that were once ruled by Belgium, France, Italy, Portugal, or Spain, and the African regions still belonging to three of them. Twenty-six states are presented in relation to French, four to Italian, six to Portuguese, and two to Spanish. They are considered in separate chapters according to their sociolinguistic situation, linguistic history, external language policy, linguistic characteristics, and internal language policy. The result is a comprehensive overview of the Romance languages in modern-day Africa. It follows a coherent structure, offers linguistic and sociolinguistic information, and illustrates language contact situations, power relations, as well as the cross-fertilization and mutual enrichment emerging from the interplay of languages and cultures in Africa.
Der Kommentar zur Kritik der reinen Vernunft bietet eine textnahe Erschließung der zentralen Begriffe, Thesen und Argumentationsgänge von Kants Hauptwerk auf aktuellem Forschungsstand. Es ist der erste Kommentar zur KrV, der den gesamten Text in der Fassung der ersten und zweiten Auflage gleichmäßig und lückenlos berücksichtigt. Davon profitieren vor allem die "Transzendentale Dialektik" und die "Methodenlehre", die in früheren Gesamtkommentaren meist nicht hinreichend berücksichtigt worden sind. Die Beiträge wurden nach einheitlichen Richtlinien verfasst, wobei unterschiedliche Herangehensweisen und Interpretationsansätze zur Geltung kommen. Um dem Leser dieses Kommentars die Orientierung zu erleichtern, ist jeder Beitrag in drei bzw. vier Teile untergliedert: Der erste Teil behandelt die Stellung und Funktion des kommentierten Textabschnitts in der KrV, der zweite Teil gibt einen Überblick über Inhalt und Aufbau des Abschnitts, der dritte Teil enthält den eigentlichen Textkommentar. Wo dies sinnvoll erschien, wurden in einem vierten Teil wichtige Interpretationsfragen angesprochen. Hinweise auf weiterführende Spezialliteratur am Ende eines jeden Beitrags, eine Auswahlbibliographie zu Kant und zur Kritik der reinen Vernunft sowie ein Namen- und ein Sachregister machen den Band zu einem komfortablen Arbeitsmittel für den Benutzer. Die vorliegende zweite Auflage trägt der Tatsache Rechnung, dass der Band mittlerweile als Standardwerk der Kant-Forschung gilt. Mit Beiträgen von Henry Allison, Karl Ameriksm Reinhard Brandt, Wolfgang Carl, Konrad Cramer, Jean Ferrari Eckart Förster, Volker Gerhardt, Paul Guyer, Otfried Höffe, Hansgeorg Hoppe, Rolf-Peter Horstmann, Heiner F. Klemme, Lothar Kreimendahl, Béatrice Longuenesse, Georg Mohr, Birgit Recki, Alain Renaut, Peter Rohs, Gerhard Seel, Dieter Sturma, Bernhard Thöle, Eric Watkins, Marcus Willaschek
The music reviews of Robert Schumann and Richard Wagner are central documents of 19th-century German musical culture. This book takes a closer look at the way these texts were written and explores the significant contributions Schumann and Wagner made to the discourse of musical appraisal. To that effect, the author raises fundamental questions that have thus far remained unaddressed: What textual features characterize the critical writings? How do Schumann and Wagner understand their roles as critics of music? And in what way do they reach out to the reader? Rather than understanding these critical writings exclusively as a gateway to the compositions and musical aesthetics of Schumann and Wagner, this book analyzes the texts through the lens of pragmatics, narratology and discourse analysis. Using this interdisciplinary perspective, the author proposes to understand Schumann and Wagner within the broader medial and discursive context of German 'Kritik'. He challenges the dominant narrative that brands Schumann and Wagner as elitist Romantic critics, demonstrating instead that they actively encourage their readers to form their own judgements. This volume is an indispensable resource for scholars of German literature, periodicals and music alike.
Das Handbuch Werberhetorik bietet einen Überblick über rhetorische Phänomene in der Werbung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Rhetorik der Wirtschaftswerbung. Sie wird in ihrer historischen Entwicklung von der Antike über die Frühe Neuzeit und das Aufkommen des Markenartikels bis hin zur massenmedialen Konsumwerbung offline und online in den Blick genommen. Rhetorische Phänomene werden dabei sowohl in unterschiedlichen Werbemedien aufgespürt (Print, Rundfunk, Online-Formate u.a.) als auch in ihrer Multimodalität in den Blick genommen: So werden neben sprachlich-textuellen Phänomenen auch visuelle Ausdrucksformen (Bilder, Typographie) in ihrer Eigenwertigkeit und ihrer Relation zur Botschaft des Textes behandelt.Ein weiterer, kleinerer Schwerpunkt widmet sich den verschiedenen Formen politischer Werberhetorik, die einerseits - insbesondere im Hinblick auf Wahlkampfreden - einer Eigengesetzlichkeit unterliegt, andererseits, zum Beispiel bei Plakaten oder Flyern, Anleihen bei den rhetorischen Strategien der Wirtschaftswerbung macht.Ergänzend zur Wirtschafts- und politischen Werbung werden exemplarisch weitere "Werberhetoriken" in den Blick genommen. So lassen sich verschiedene Formen der sozialen und kulturellen Werbung unterscheiden - man denke an Stadtmarketing, Werbung für Theater und Museen, Werbung für Kirchen, gemeinnützige Einrichtungen und Gesundheitsvorsorge, an Werbung für Sport und Sportereignisse oder auch für Universitäten und Forschungseinrichtungen. Einen problematisierenden Ausblick bieten abschließend Überblicks-Artikel zur Kulturspezifik von Werberhetorik und zur Sprachkritik.
Wie ist es möglich, durch das Nachdenken über die notwendigen Bedingungen der Erfahrung und des Weltbezugs zu validen Aussagen über eine Welt zu gelangen, die unabhängig von erfahrenden Subjekten existiert? Die vorliegende Studie entwickelt dieses Problem der objektiven Geltung ausgehend von der zeitgenössischen Debatte um transzendentale Argumente. Sie gewinnt so einen systematischen Zugang zu zwei paradigmatischen Entwürfen des nachkantischen Idealismus: Hegels Phänomenologie des Geistes und Fichtes Wissenschaftslehre 1804-II. Im Zuge einer detailgenauen, auf systematische Fragen fokussierten Rekonstruktion beider Werke zeigt der Autor, dass Hegel und Fichte das Problem objektiver Geltung jeweils unterschiedlich durch eine philosophische Therapie auflösen, welche die Form eines Aufstiegs zum absoluten Wissen hat. Die Studie präsentiert eine neuartige Lesart von Hegels Phänomenologie, die ihr Bezüge zur Methode geometrischer Konstruktion nachweist, sowie von Fichtes WL 1804, die die Rolle des Begrifflichen neu bestimmt. Systematisch entwickelt sie ein skeptisches ,revenge problem': Der Idealismus ist mit einer internen Spannung von Objektivitätsanspruch und Skepsis behaftet, welche den transzendentalen Ansatz zur Steigerung seines Reflexionsniveaus auffordert.
Wie verändern medientechnologische Geräte wie Digitalkameras oder MP3-Player die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen und empfinden? Zwar ist die Rede von der Affektivität medialer Erfahrung in den Medien-, Kultur- und Sozialwissenschaften allgegenwärtig, doch befassen sich nur wenige Ansätze damit, welchen Einfluss die Technik auf unser Sehen, Hören und Fühlen nimmt.Diese Studie untersucht den Zusammenhang von Medientechnologie und Affekt auf Ebene der poetischen Muster audiovisueller Bilder: Hier lässt sich greifen, wie technische Apparate die inszenatorischen Strategien der Affizierung bestimmen. Filmanalytische Methoden werden dazu mit praxeologischen Ansätzen verknüpft. Die konkreten Anwendungsweisen der technischen Apparate - hier der Amateurkameras durch US-amerikanische Soldaten im Irakkrieg - werden auf ihre Konsequenzen für die Erzeugung raumzeitlicher Darstellungsmodi in Genre- und Dokumentarfilmen untersucht.In der entwickelten Perspektive lassen sich auf neuartige Weise technische und ästhetische Aspekte audiovisueller Bilder aufeinander beziehen. Zugleich eröffnet sich ein neuer Zugriff auf deren Historizität als je historisch spezifische Akte der Bilderzeugung und audiovisuellen Artikulation.
Chemistry of High-Energy Materials continues in this new and revised 6th edition to provide fundamental scientifi c insights into primary and secondary explosives, propellants, rocket fuels and pyrotechnics. It expands with new research developments, including new melt casts, reactive structure materials, a computational study on the detonation velocity of mixtures of solid explosives with non-explosive liquids, calculation of craters after explosions. This work is of interest to advanced students in chemistry, materials science and engineering, as well as to all those working in military and defense technology.
This book provides the fundamental underlying mathematical theory, numerical algorithms and effi cient computational tools for the solution of multi-level mixedinteger optimization problems. It can enable a vast array of decision makers and engineers (e.g. process engineers, bioengineers, chemical and civil engineers, and economists) to model, formulate and solve hierarchical decision making problems. The book gives detailed insights on multi-level optimization by comprehensive explanations, step-by-step numerical examples and case studies, plots, and diagrams.
This work presents the guiding principles of Integral Transforms needed for many applications when solving engineering and science problems. As a modern approach to Laplace Transform, Fourier series and Z-Transforms it is a valuable reference for professionals and students alike.
Can time exist independently of consciousness? In antiquity this question was often framed as an enquiry into the relationship of time and soul. Aristotle cautiously suggested that time could not exist without a soul that is counting it. This proposal was controversially debated among his commentators. The present book offers an account of this debate beginning from Aristotle¿s own statement of the problem in Book IV of the Physics. Subsequent chapters discuss Aristotle¿s Peripatetic followers, Boethus of Sidon and Alexander of Aphrodisias; his Neoplatonic readers, Plotinus and Simplicius; and early Christian authors, Gregory of Nyssa and Augustine. At the centre of the debate stood the relation between the subjective time in the soul and the objective time of the cosmos. Both could be seen as united in the world soul as the seat of subjective time on a cosmic scale. But no solution to the problem was final. No theory gained general acceptance. The book shows the fascinating variety and plurality of ideas about time and soul throughout antiquity. Throughout antiquity, the problem of time and soul remained as intriguing as it proved intractable.
CSEL 107 ist der zweite Teil der kritischen Edition von Ambrosius¿ Orationes funebres und enthält jene zwei Reden, die Ambrosius für seinen verstorbenen Bruder Satyrus hielt: die erste Rede im Rahmen der Beisetzung, die zweite sieben Tage danach als einen umfassenden Traktat über die Auferstehung. Dem edierten Text ist eine Einleitung vorangestellt, in der u.a. die Frage nach den Werktiteln, vor allem aber die handschriftliche Überlieferung ausführlicher als bisher untersucht wird.
Welchen Stellenwert haben Texte in verschiedenen Kulturen? Dieser Frage nähert sich der vorliegende Band von verschiedenen Seiten. Beginnend mit der semiotischen Vorgeschichte der unabhängig voneinander entstandenen Schriftsprachen in Mesopotamien, Ägypten und Mesoamerika und ihrer linguistischen Konvergenz, wird sodann das Verhältnis von Schriftlichkeit und Mündlichkeit unter sinologischen und japanologischen Gesichtspunkten beleuchtet. Mit Blick auf Europa spannt sich der Bogen von den unterschiedlichen Wegen, die die in der lateinischen Kultur vorausgesetzte Einheit von Sprache und Schrift bei der Entstehung der europäischen Volkssprachen ging, bis zu Überlegungen zu Genettes Texttheorie. Das Phänomen Text aus kulturübergreifender Perspektive zu untersuchen, ist wichtig, denn schließlich lassen sich in der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsgeschichte zahlreiche Beispiele für eine eurozentristisch verkürzte Interpretation außereuropäischer Kulturpraktiken anführen, so dass sicher geglaubte Erkenntnisse über die genuinen Leistungen der Sprache oder des Textes allenfalls vor dem Hintergrund der europäisch-westlichen Geistes- und Kulturgeschichte gewisse Geltung für sich beanspruchen können, nicht aber darüber hinaus.
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